Sandregister mit verschiedenen Sandproben

SANDsammlerknowhow

Ein Einblick in das 1×1 des SANDsammelns

Es gibt kaum ein Sammelgebiet, in dem sich innerhalb einer Sammelgilde keine Reglementierungen oder ein Kodex entwickelt hat. Mögen die Briefmarkensammler hierfür symbolisch Pate stehen. Von der eingeknickten Marke bis zu der Ordnung im Album unterliegen Sammlungen einem Regelwerk des speziellen Fachgebietes. Münzen, Bücher, Memoralia und alles andere Sammelwürdige stehen dem nicht nach. Eine Sammlung braucht ein System! Wie sieht es beim SAND aus ?

In der Psammologie [französ. auch Arenophobile], der Kunde des SANDes, hat sich eine Reglementierung noch nicht abschließend durchgesetzt. Jedoch bringt die zunehmende Beliebtheit des SANDsammelns auch eine natürliche Notwendigkeit bestimmter Praktiken mit sich, die sich damit als Regelwerk in der Praxis bewährt haben und sich manifestieren. Sie werden mittlerweile von den Anfängern schnell angenommen. Dies ist ein Überblick dieser Praktiken. Er dient Interessierten bereits von Beginn ihrer SANDsammlung [Psammothek] an, grundlegende Fehler zu vermeiden.

Die Frage nach dem Sinn einer SANDsammlung ist genauso schwer zu beantworten, wie die Frage nach dem Sinn des Sammelns selbst. In erster Linie erfreut es den Sammler, eine Sammlung für sich aufzubauen. Egal aus welcher Intention heraus er die Sammlung beginnt. Alle haben jedoch eines gemeinsam: Die Sammlung braucht ein System. Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Sammelsysteme. Sie unterscheiden sich in der Sammelart, dem Sammelgebiet und der Aufbewahrung. Nach vielen Jahrzehnten Sammeltätigkeit kann der Autor nur zum Schluss kommen, dass die Vielfalt der Sammlungen so vielseitig ist, wie die Körner einer Sandprobe.

SAND Sammeln – Aber wie ?

Das SANDsammeln hat sich in den letzten Jahrzehnten nur wenig verändert. Die wesentlichen Veränderungen fanden in der Führung der Sammlungslisten statt. Deren Inhalt und Anspruch hat sich gesteigert. Angaben, wie die Koordinatendaten, sind präziser geworden, nicht zuletzt der Möglichkeiten des Internets wegen; vor allem exemplarisch durch die Nutzung von Google Earth und anderen Recherchemöglichkeiten. Einen kleinen historischen Abriss der SANDsammlergemeinde zeigt die Entwicklung der SANDszene seit ihrem Beginn skizzenhaft auf.

SAND sammeln heisst, eine Ansammlung von mineralischen oder karbonatischen Körnern zu sammeln. SAND (im Verständnis der heutigen SANdsammler) entsteht in erster Linie durch Verwitterung des Gesteins, dessen Mineralienkörner sich durch den Transport an einer SANDablagerungsfläche, dem Milieu, ablagert. SAND sind Körner in den Größen von 0,063 bis 2 Millimeter. Feineres Material ist bereits Schlick und Ton; gröberes Material Kies. Es gehört streng genommen nicht mehr in eine SANDsammlung.

Eine SANDsammlung kann im Laufe der Zeit ihren Zweck verändern. Von der “Spaßsammlung” bis zur “Wissenschaftlichen Sammlung”. Vorzüge des einzelnen Sammlers begründen Sammlungen mit geografischen oder anderen Schwerpunkten. Einige Beispiele hierfür werden in den Sammlungsgebieten erläutert.

Die Sammlungssysteme beschreiben Möglichkeiten, wie SAND aufbewahrt und unergebracht werden kann. Behälter zum SAND abfüllen und ihre Unterbringung in Schränken oder Regalen werden dargestellt.

Jede SANDsammlung benötigt auch eine Verwaltung der SANDproben. Die Führung einer Sammlungsliste und die Beschreibung des Fundortes und der SANDprobe selbst ist ein wichtiger einer jeden Sammlung. Für diese Katalogisierung ist die Verwendung der Regeln der entsprechenden Fachgebiete geboten. Für den SAND ist die Nomenklatur (Sammlung der Fachbegriffe) u.a. aus den Bereichen der Geografie, Geologie, Biologie und Paläonotologie eingeflossen. Hierin enthalten sind für die Beschreibung der Fundorte auch Teile der Nomenklatur der Namensbezeichnungen und ihre Verwendung.

SAND sammeln bedeuet, SANDproben von einem der Milieus zu entnehmen. Diese Probenentnahme erfolgt auf die unterschiedlichste Art und Weise. Wie und wo sammeln? Und welche Hilfsmittel kann ich dafür einsetzen? Es werden Beispiele aufgezeigt, die nicht nur das Sammeln erleichtern können, sondern auch, wie besondere SANDproben gewonnen werden können.

Bevor eine SANDprobe in die Sammlung kommt, kann eine Aufarbeitung des Materials erforderlich sein. Sieben, Tocknen, Waschen, Auslesen und Fotografieren sind wesentliche Bestandteile des Sammelgebietes. Hinweise und Tips für die Verfahrensweisen werden gegeben.

Der Kontakt zu anderen SANDsammlern begründet den Austausch von überschüssigen SANDproben. Das SAND tauschen unterliegt den seit Jahrzehnten eingebürgerten Regeln, die sich international gleichen, ebenso wie die Empfehlungen für Versand der Tauschobjekte.

Kein Hobby, kein SAND sammeln ohne den SANDsammelbedarf. Gläser, Behälter, Tüten, Beschriftungsetiketten, Mikroskope, Lupen, Pinzetten, Siebe oder Literatur gehören zwangsläufig zur Notwendigkeit des Sammelns. Das Deutsche Sandmuseum bietet hierfür einigen Sammlerbedarf an. Sie unterstützen durch den Bezug über den Verein auch seine gemeinnützige Arbeit. Zum SANDshop…. oder werden Sie direkt Vereinsförderer.